Fährtenarbeit

Nasenarbeit ist eine sinnvolle Beschäftigung aber auch eine zeitaufwendige Fleißarbeit. In der IPO–Prüfung soll der Hund selbstständig eine Fährte anhand der Bodenverletzung mit tiefer Nase gleichmäßig Schritt für Schritt absuchen und die ausgelegten Gegenstände verweisen.

Das hundliche Riechorgan ist außergewöhnlich leistungsfähig. Der Hund als „Makrosmatiker“ besitzt ein Riechfeld das (beim mittelgroßen Tier) etwa fünfzehn Mal größer ist als das des Menschen. Er verfügt über mehr als 220 Millionen Rezeptoren (im Vergleich der Mensch mit fünf Millionen). So ist der Hund fähig, Geruchsstoffe noch in niedrigster Konzentration wahrzunehmen – weit jenseits des menschlichen Vorstellungs- und Riechvermögens. Der Naseneinsatz an sich ist daher eine natürliche Vernlagung, ein Grundbedürfnis unseres Hundes.

Quelle: Schneider, D.; Hölzle, A. (2005): „Fährtentraining für Hunde“, Kosmos Verlag, Stuttgart, Seite 14